Universitaet Kassel

 

Medienpaedagogik Universitaet Kassel


Call for applications

European Master of Arts in Media, Communication and Cultural Studies

 

Medienpädagogik, Medienwissenschaft und Kulturwissenschaft
innerhalb von 3 Semestern
an zwei europäischen Universitäten studieren.

 

Dänemark
Roskilde Universitetscenter
Aarhus Universitet

Deutschland
Universität Kassel
Frankreich
Université de Bourgogne
Université Stendhal-Grenoble 3
Italien
Università degli Studi di Firenze

Großbritannien
Institute of Education, University of London


Bewerbungsfrist für das akademische Jahr 2008/2009
15. Februar 2008 (Poststempel)

Studienbeginn zwischen August und Oktober 2008
an der europäischen Partneruniversität

Bewerbungsadresse:

Universität Kassel
Prof. Dr. Ben Bachmair
z. Hd. Klaus Rummler M.A.
Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft / Humanwissenschaften
Nora-Platiel Strasse 1
D- 34109 Kassel

 

Informationen zum Studienprogramm auf:

www.comundus.net


1. Bewerbungsvoraussetzungen

  1. erster berufsqualifizierender Studienabschluss mit mindestens sechs Semestern in einer der Fachrichtungen Sprach-, Gesellschafts-, Wirtschafts- oder Kulturwissenschaften einer Universität oder Fachhochschule, abgeschlossen mit mindestens der Note „Gut“ (2,5),

  2. einen fachlich gleichwertigen Abschluss mit mindestens sechs Semestern einer ausländischen Hochschule in den unter a) genannten Fachrichtungen nachweist,

  3. Studienleistungen oder praktische Erfahrungen in mindestens einem der vier Lehrbereiche (siehe Seite 3),

  4. für ausländische Studienbewerberinnen und –bewerber ist zudem der Nachweis von Kenntnissen der deutschen Sprache durch die erfolgreiche Absolvierung der TestDaF-Niveaustufe 4 in allen Testbereichen bzw. DSH 2 oder ein Zeugnis zu einer gleichrangigen Deutschprüfung zu erbringen, die von der Universität Kassel anerkannt wird. Für die englischsprachigen Universitäten ist der Nachweis TOEFL-Test 550 (paper-based) für Dänemark, für das Institute of Education (London) 600 (paper-based).

Absolventen, die 180 ECTS-Credits mit dem ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss nachweisen, müssen zusätzlich 30 ECTS-Credits aus den Bereichen Medien, Kommunikation und Kulturwissenschaften nachweisen. Dies sind z.B.:
- Wissenschaftlich begleitete Praktika,
- Studienleistungen, die im Rahmen universitärer Lehrveranstaltungen zu Medien, Kommunikation und Kulturwissenschaften erbracht wurden.

 

2. Auswahl der Studierenden
Sprache der Bewerbung: Deutsch und Lehrsprache der Gastuniversität,
Ende der Bewerbungsfrist: 15. Februar 2008,
Auswahlgespräch in Kassel: Anfang März 2008,
Zulassung zum Studium bis April / Mai, je nach Bearbeitungszeit der Partneruniversität,
Auswahlkriterien für Bewerber/-innen und Vorgaben für die schriftliche Bewerbung und Lebenslauf:
- bisheriges Studium; Begründung für Fortführung des bisherigen Studiums oder Neuorientierung,
- Darlegung der Berufsziele und Ideen, wie dies mit dem Studium des European Master zusammenhängt,
- Art und Umfang bisheriger Auslandserfahrungen,
- Profil der bisherigen Medienerfahrungen bzw. Erfahrungen in Medien- und Kommunikationswissenschaft, Bezug zum Studienprofil des European Master, geplante persönliche Schwerpunktsetzung.

 

3. Bewerbungsunterlagen sind
- das Bewerbungsanschreiben (Motivationsschreiben) plus Lebenslauf in Deutsch und der Lehrsprache der Gastuniversität,
- das Student Application Form (siehe Seite 6f),
- eine beglaubigte Kopie der Diplomurkunde und des Zeugnisses, und falls vorhanden, das Transcript of Records und das Diploma Supplement,
- nötigenfalls der Nachweis über 30 ECTS zusätzlichen Studiums,
- Originale oder beglaubigte Kopien der Sprachkenntnisse,
- eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses.

Unvollständige Bewerbungen werden für das Bewerbungsverfahren nicht berücksichtigt, sowie Bewerbungen, die nach dem 15. Februar 2008 abgestempelt sind.



4. Das Studienprogramm European Master of Arts in Media, Communication and Cultural Studies

Die internationale Studienstruktur
Das Studienprogramm ist bilateral als jeweils halbjähriges Studium an einer Heimat- und einer Gastuniversität in zwei verschiedenen Ländern angelegt. Die Studierenden sollen die jeweilige Studien- und Medienkultur direkt vor Ort erfahren. Deshalb umfasst das Studienjahr zwei Zeit- und Studienblöcke, in denen in zwei Sprachen studiert und geprüft wird. Für jeden dieser Studienblöcke erwerben die Studierenden jeweils 30 der ECTS-Credits. Im dritten Studienblock schreiben Studierende die Master Thesis (Abschlussarbeit), die ebenfalls 30 der ECTS-Credits entspricht. Die Gesamtsumme der ECTS-Credits beträgt 90 für 18 Studienmonate.

Studium an der Heimatuniversität: Universität Kassel
Das Studium des European Master gliedert sich am Studienort Kassel in zwei Phasen, in die Medienwissenschaftliche Kompaktphase (während der Vorlesungsfreien Zeit von Mitte Februar bis Mitte April) und in das Sommersemester mit wöchentlichen Lehrveranstaltungen.
In der Medienwissenschaftlichen Kompaktphase lehren vor allem Vertreter von Medieninstitutionen mit Praxiserfahrung. Sie haben den Status von Lehrbeauftragen und von Honorarprofessoren. Im Sommersemester bieten die Wissenschaftler/innen der Universität Kassel reguläre Lehrveranstaltungen an.

Lehrbereiche
Die Heimat- wie die Gastuniversität bieten die für ihre Universität spezifischen Lehrveranstaltungen in folgenden gemeinsamen Lehrbereichen.
I. Theorie und Geschichte von Medien und Kommunikation
II. Institutionen, Medienrecht, Medienökonomie und Medienpolitik
III. Medien als Texte, Medienproduktion und Medienanalyse
IV. Publikumsforschung, Medienrezeption und Medienpädagogik

Module
In Kassel sind fünf Module zu studieren, die sich folgendermaßen auf die Lehrbereiche des Studienprogramms aufteilen und mit den Partneruniversitäten des Studienkonsortiums vereinbart sind. Sie gliedern sich nach wissenschaftlichen und medienpraktischen Feldern und sind studiengangspezifischen Kompetenzen (Studienzielen) zugeordnet.

Lehrbereiche Module ECTS-Credits
I. Theorie und Geschichte von Medien und Kommunikation Modul 1:
Theorien und Forschungsmethoden zu Medien und Massenkommunikation

1.1      Theorie und Geschichte von Medien und Massenkommunikation
1.2      Forschungsmethoden, Grundlagenforschung
6 ECTS-Credits
II. Institutionen, Medienrecht, Medienökonomie und Medienpolitik Modul 2:
Medieninstitutionen, Medienökonomie und Medienrecht
6 ECTS-Credits
III. Medien als Texte, Medienproduktion und Medienanalyse Modul 3:
Medienästhetik und Medien­analyse
Modul 4:
Praktische Medienkompetenz, Mediengestaltung

4.1      Mediengestaltung im Bereich der Informationstechnologie (Neue Medien)
4.2      Mediengestaltung im Bereich der audiovisuelle Medien
6 ECTS-Credits6 ECTS-Credits
IV. Publikumsforschung, Medienrezeption und Medienpädagogik Modul 5:
Medien- und Kulturwissenschaft, Medienrezeption und Mediensozialisation
5.1      Mediensozialisation, Medienrezeption
5.2      Angewandte Publikums- und Wirkungsforschung in Medieninstitutionen
6 ECTS-Credits
Modulprüfungen der Partneruniversität des Studienkonsortiums 30 ECTS-Credits
Master Thesis 30 ECTS-Credits
Insgesamt 90 ECTS-Credits

5. Lernziele und Schlüsselkompetenzen, die Studierende im Studiengang erwerben

(1.) Analysekompetenzen
Studierende erwerben auf strukturierte Weise einen Begriffsapparat, der es ihnen ermöglicht, den gegenwärtigen und historischen Wandel von Medien und Kommunikation auf unterschiedlichen Ebenen (z.B. Produktionsprozess, Medienangebot, Aneignung und Alltag als kulturelle Phänomene) zu erfassen, analytisch einzuordnen und zu bewerten. Ziel ist, mit kultureller und theoretischer Komplexität kategorial umzugehen. Auf der Basis von Rezeptionsforschung und Medienpädagogik sollen Studierende in ihrer Fähigkeit des empathischen Verstehens von Mediennutzern, insbesondere der Kinder- und Jugendgeneration innerhalb ihrer kultureller Kontexte, sicher werden, wozu die Reflexion der eigenen Medienbiografie Anlässe bietet.

(2.) Methodische Kompetenzen
Studierende verfügen am Ende des Studiums über methodische Kompetenzen im Bereich der empirischen Medien- und Kulturforschung (quantitative und qualitative Methoden, standardisierte Erhebung und Auswertung von Fernsehnutzungsdaten, alltagsbezogene Kultur- und Rezeptionsforschung und andere), indem unterschiedliche etablierte Methoden anwendungsbezogen vermittelt werden. Studierende erwerben medienanalytische und medienhistografische Methodenkompetenzen. Dabei sollen sie die spezifischen Methodenschwerpunkte der beiden Studienuniversitäten in Bezug auf die eigene Forschungsarbeit (Master Thesis) diskutieren. Im Rahmen der Master Thesis geht es unter anderem auch darum, mit Hilfe der erworbenen analytischen und methodischen Kompetenzen eigene Ideen und Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Studierende lernen auch, ihre Schlussfolgerungen und das Wissen und die zugrunde liegenden Prinzipien klar und eindeutig sowohl an Experten als auch an Laien zu kommunizieren.
Da der Studiengang auch eine eigene theoretische und methodische Verortung mit den Modulprüfungen und der Abschlussarbeit anstrebt, verfügen die Studierenden am Ende ihres Studiums über Lernstrategien, die es ihnen ermöglichen, ihre Studien größtenteils selbstbestimmt und autonom fortzusetzen. Zudem sollen sie in der Lage sein, die Implikationen forschungsmethodischer Entscheidungen für Institutionen sowie für Lebenszusammenhänge auch in sozialer, kultureller und ethischer Hinsicht zu erörtern und zu bewerten.

(3.) Inter- und transkulturelle Kompetenzen
Da die fortschreitende Globalisierung der Medienkommunikation Medien und Kultur zunehmend prägt, erwerben Studierende selbstreflexiv ausgerichtete Kompetenzen im Bereich von transnationalen Kommunikationsprozessen, zwei nationalen Medienkulturen und mehrerer interdisziplinär verknüpfter medienwissenschaftlicher Kulturen. Das Studium in zwei europäischen Ländern bietet die Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit zwei Wissenschafts-, Sprach- und Medienkulturen zu reflektieren und berufsorientiert zu verknüpfen. Dabei lernen sie auch, ihr Wissen und Verstehen sowie ihre Problemlösungsstrategien in neuen oder unvertrauten Zusammenhängen innerhalb breiter, multidisziplinärer Kontexte in ihrem Studienfach anzuwenden.

(4.) Praktische Kompetenzen
Studierende erhalten eine medienpraktische Ausbildung, die auf produktionspraktische und auf konzeptionelle Fähigkeiten (z.B. Medien- und Produktplanung, Medienproduktion, Medienmanagement, Medienkonzeption und Medienevaluation) ausgerichtet ist. Studierende sollen Medien auch als Ausdrucks- und Gestaltungsformen erproben und bewerten.

(5.) Bilaterale soziale Kompetenzen
Im Umgang mit zwei national geprägten Hochschulsystemen lernen Studierende soziale Kompetenzen, die Bestandteil des Studiums und Anlass für eine kontinuierliche Reflexion sind. Die bilateralen Kompetenzen sollen auch auf die Berufsarbeit im internationalen Bereich vorbereiten. Die subjektiven Lebenszusammenhänge und deren Beziehung zu Institutionen reflektieren zu können, bildet einen wichtigen Bezugspunkt.



6. Konsortium als internationale Infrastruktur des Studienprogramms
Auf der Basis des Vertrages von 1999 koordiniert das CoMundus - International Consortium for Media, Communication and Cultural Studies das Programm des European Master of Arts in Media, Communication and Cultural Studies. Die Leitung des Konsortium liegt zur Zeit bei Prof. Giovanni Bechelloni, Università degli Studi di Firenze. An diesem Konsortium sind die folgenden Universitäten als Mitglieder beteiligt.

Dänemark Roskilde Universitetscenter Department of Communication, Journalism and Computer Science
  Aarhus Universitet Institute of Information and Media Studies, Department of Media Studies
Deutschland Universität Kassel Fachbereich 1: Erziehungswissenschaft/ Humanwissenschaften
Fachbereich 2: Institut für Anglistik/ Romanistik Institut für Germanistik
Frankreich Université de Bourgogne Faculté de Langue et Communication
  Université Stendhal-Grenoble 3 Institut de la Communication et des Médias
Italien Università degli Studi di Firenze Dipartimento di Scienza Politica e Sociologia
Großbritannien Institute of Education , University of London Faculty of Culture and Pedagogy,
School of Culture, Language and Communication

 

Geschichte und Entwicklung des Studienprogramms
Das Master-Programm entstand unter Kasseler Leitung im Rahmen des ERASMUS-Programms der EU, das mit einem medienwissenschaftlichen Studienschwerpunkt 1988/89 begann. 1992/93 boten die Universität Kassel und die Université de Bourgogne erstmals den Studiengang gemeinsam an. Es beteiligten sich bald danach die Università degli Studi di Firenze und die University of Bradford. Das Institute of Education, University of London, beteiligte sich seit 1992/93 am Studienprogramm European Master of Arts in Media, Communication and Cultural Studies. Seitdem traten die Universitäten von Grenoble, Frankreich, und Roskilde in Kooperation mit Aarhus, Dänemark, dem Konsortialvertrag bei.
Das CoMundus -International Consortium wurde mit seinem CoMundus-Programm im September 2004 von der Europäischen Union in das ERASMUS MUNDUS Programm aufgenommen. Bei Erasmus Mundus handelt es sich um Exzellenz-Programm der EU, das Modelle für ein länderübergreifendes Studium mit hoher Attraktivität für nicht-europäische Studierende entwickelt. Dazu stattet die EU jedes der Konsortien über 5 Jahre mit ca. 3,5 Millionen Euro an Stipendien aus.
Von Dezember 2004 bis Mai 2006 nahm das Studienprogramm als eine von drei teilnehmenden Master Programmen am Transnational European Evaluation Project II (TEEP II) der European Association for Quality Assurance in Higher Education (ENQA) erfolgreich teil.
Der Studiengang ist durch die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) bis Februar 2011 ohne Auflagen erfolgreich Akkreditiert.
Mit Kassel als Heimat- bzw. Gastuniversität haben bisher 70 Studierende den akademischen Grad eines „European Master“ bzw. seit 2003 „Master of Arts“ erworben.
Die bisherigen 70 Absolventen/innen positionierten sich mit einer Erfolgsquote von 90 % auf dem medienbezogenen Arbeitsmarkt.